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Pfarrerin Monika Greier
Gabelsbergerstraße 2
47441 Moers
Telefon und Fax: 02841/39 40 69
Mail: Pfarrerin-Greier@gmx.de
oder benutzen Sie das
Formular für eine Nachricht an Pfarrerin Greier
Sie sind gehörlos oder schwerhörig und wünschen sich einen Ansprechpartner in ihrer Nähe?
Sie möchten mit anderen Gehörlosen zusammen sein?
Sie haben einen hörgeschädigten Angehörigen und brauchen Unterstützung?
Sie möchten am kirchlichen Leben teilnehmen?
Dann sind Sie richtig, bei der Gehörlosenseelsorge im Evangelischen Kirchenkreis Moers. Pfarrerin Monika Greier bietet Gespräche und Beratung - persönlich, per Fax oder E-Mail. Sie hilft ihnen weiter, weil sie weiß, mit welchen Problemen Sie täglich zu kämpfen haben.
Die Gehörlosenseelsorge bietet Kontakte in der Gemeinschaft im Gottesdienst
Wer am ersten Samstag im Monat um 15 Uhr zum Gottesdienst in die Stadtkirche kommt, dem bietet sich ein ungewohntes Bild: Dort spricht die Pfarrerin mit den Händen, ihre Stimme ist kaum zu hören. Die aufmerksamen Gottesdienstteilnehmer verfolgen jede Gebärde mit den Augen. Die meisten von ihnen sind gehörlos, einige sind Angehörige von Gehörlosen oder kommen, weil sie die besondere Atmosphäre und Anschaulichkeit schätzen. Nach dem Gottesdienst geht nicht jeder seiner Wege sondern alle treffen sich im nahe gelegenen Gemeindehaus. Dort tauschen sich die Mitglieder der Gehörlosengemeinde beim Kaffeetrinken in der Gebärdensprache miteinander aus, informieren sich untereinander über Wichtiges und erleben Gemeinschaft, die ihnen in ihrem Alltag inmitten der hörenden Menschen fehlt, weil dort ihre Kommunikation schnell an Grenzen stößt.
Mehr als 250 Gehörlose und mehrere Tausend Schwerhörige leben im Kirchenkreis Moers. Ihnen und ihren Angehörigen steht die Gehörlosenseelsorge in der Person von Pfarrerin Monika Greier zur Verfügung.
Manchmal sehen sich Gehörlose im Alltagsleben besonderen Problemen gegenüber: Beispielsweise gestaltet sich am Elternsprechtag wegen der Kommunikationsbarrieren der Austausch mit dem Lehrer schwierig oder Nachfragen bei Ämtern sind nötig. Dann bietet die Pfarrerin in Zusammenarbeit mit dem Gehörlosenberater der Caritas, Christian Wirths, Unterstützung an. Auch die Angehörigen von Gehörlosen berät und unterstützt sie, denn das Zusammenleben stellt besondere Anforderungen an die Einzelnen, die in ihrer Umwelt oft kein Verständnis dafür finden.
Die Pfarrerin baut darüber hinaus eine Brücke zwischen Hörenden und der sprachlichen Minderheit, wie sich die GebärdensprachlerInnen selbst bezeichnen. Sie besucht KonfirmandInnen im Unterricht, um dort das Bewusstsein für die Besonderheiten zu wecken, die ein Leben mit schlechtem oder ohne Gehör mit sich bringt. Sie hält Vorträge in den Gemeinden und dolmetscht besondere Veranstaltungen wie zum Beispiel den Gottesdienst beim Jugendcamp in Moers 2006 oder den Festgottesdienst zum 400 jährigen Bestehen des Kirchenkreises 2008.
Auf Schwerhörigen lastet ein besonderes Problem: Sie fühlen sich der hörenden Welt zugehörig, aber jedes Gespräch bedeutet eine besondere Anstrengung für sie. Wenn viele Menschen in einem Raum sprechen, ist es für Schwerhörige nahezu unmöglich, den Ausführungen Einzelner zu folgen. Dasselbe gilt für den Besuch von Gottesdiensten. Spricht der Pfarrer oder die Pfarrerin leise oder undeutlich, so bricht die Kommunikation ab.
Eine Aufgabe von Pfarrerin Monika Greier ist es, dies bei Normalhörenden ins Bewusstsein zu bringen. In den Gemeinden kontrolliert sie zudem, ob die Induktionsschleifen in den Kirchen funktionieren. Mit deren Hilfe werden die Hörgeräte Schwerhöriger angesteuert, so dass die Hörgeräte die Predigt ohne Nebengeräusche übertragen können und auch jene, die schlecht hören, etwas davon haben. Allerdings ist nicht jede Kirche mit diesen technischen Möglichkeiten ausgestattet
Diele Gehörlose haben inzwischen eine E-Mail-Adresse. Pfarrerin Greier möchte eine Adressliste erstellen, um leicht aktuelle Infos weitergeben zu können. Wer in den Verteiler aufgenommen werden möchte, möge ihr bitte eine E-Mail senden an Pfarrerin Greier.