"Wer versteht mich? Mit wem kann ich reden?" Über die eigene Alkoholkrankheit etwa oder die der Partnerin. Über die Schwierigkeit zum Beispiel, in Trennungs- oder Scheidungszeiten Vater zu sein.
Klar, die gelben Seiten listen für fast jedes Thema ExpertInnen auf. Aber eine Selbsthilfegruppe ersetzen sie nicht. Warum? Weil dort alle Fachleute in eigener Sache sind und auf dem selben Level miteinander sprechen. So ergibt sich von selbst gegenseitig Verständnis. Man akzeptiert einander, denn jede/r hat das gleiche Problem. Das ermöglicht ihnen, intensive Aussprachen zu führen. Angstfrei, versteht sich. Und letztlich geht es damit allen in der Gruppe besser.
Wer sich einer Selbsthilfegruppe anschließen will, findet beim Kirchenkreis Moers einen kompetenten Ansprechpartner. Dieser kann auch Tipps geben, wenn jemand eine Gruppe aufbauen möchte und Fragen nach geeigneten Orten, Regularien etc. stellt. Und nicht zuletzt steht er zur Verfügung, wenn es in einer Selbsthilfegruppe mit der Organisation hapert oder Konflikte auftauchen. Und werden von den Teilnehmenden Vorträge gewünscht oder fachliche Begleitung, dann arrangiert er das. Allerdings mit dem Grundsatz: Selbsthilfegruppen sollten für sich selbst denken.
Zurzeit bestehen eine Väter- und zehn Suchtselbsthilfegruppen (Alkohol- und Medikamentabhänger). Das blaue Kreuz beispielsweise gibt es in Moers und Rumeln-Kaldenhausen. Den Freundeskreis in Rheinberg, Neukirchen-Vluyn, Repelen. Meistens versammeln sich an den jeweiligen Wochentagen zehn bis 15 Betroffene zwischen 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr.
In diesen Gruppen spielen Hautfarbe und Religion keine Rolle.
Ansprechpartner
Albert Sturtz-Nottebohm
Gabelsbergerstraße 2
47441 Moers
Telefon: 02841/100 153
Fax: 02841/100 190
E-Mail: a.sturtz@diakonie-moers.de