"Die Freude bei den Betroffenen ist jedes Mal überwältigend" - doch noch fehlen 30 Pakete

Auch in diesem Jahr möchten die ehren- und hauptamtlichen MitarbeiterInnen der Beratungsstelle Flucht und Migration den Männern im Abschiebungshafthaus Moers Weihnachtspakete überreichen - auch diesmal hofft Flüchtlingsberaterin Gisela Stoldt auf große Unterstützung: "Die Freude bei den Betroffenen ist jedes Mal überwältigend und wir Betreuer sind immer von neuem beeindruckt, dass tatsächlich die ausreichende Anzahl von Paketen zusammenkommt," berichtet die Flüchtlingsberaterin.

Von Kaffee bis Socken

In den letzten Jahren sind immer genügend Päckchen gepackt worden - für die etwa 140 Abschiebungsgefangenen, die keine Strafe verbüßen, sondern sich zur Sicherung der Abschiebung im Hafthaus befinden, ein schönes Zeichen. Beliebt bei den Häftlingen sind besonders Tabak, Zigarettenpapier, löslicher Kaffee, Tee, Zucker, Gebäck, Schokolade, Kaugummi, Rommé-Spiele und Socken.

Annahme im Gemeindeamt

Pakete können bis 15. Dezember 2003 ins Gemeindeamt Moers, Haagstraße 11, 47441 Moers gebracht werden, Öffnungszeiten: montags, dienstags, mittwochs und donnerstags 9 - 13 Uhr, freitags 9 - 13.30 Uhr, nachmittags zusätzlich dienstags 14 - 15.30 Uhr und donnerstags 14 bis 17 Uhr. Für Geldzuwendungen steht die Bankverbindung: Evangelisches Verwaltungsamt, Gemeinde 15 bei der Bank für Kirche und Diakonie, Kontonummer: 10 10 88 00 13, Bankleitzahl: 350 601 90 zur Verfügung, Verwendungszweck: Weihnachtsaktion Hafhaus. 15/296.0.01 221 zur Verfügung.

"Mutmacher" auch für Betreuende

"Die Arbeit der Betreuenden ist in hohem Maße belastend und könnte ohne Hilfe, ohne Zuspruch von außen nicht geleistet werden. Dafür danken wir allen `Mutmachern' von Herzen" erklärt Gisela Stoldt. Ein Highlight dieser Anteilnahme sei seit Jahren die Weihnachtspakteaktion. Zu einem anderen Highlight gehörte in diesem Jahr die Unterstützung des Projektes "Rückkehr in Würde" durch den Europäischen Flüchtlingsfond. Das Projekt bemüht sich um Perspektiven für Abschiebungshäftlinge nach ihrer Rückkehr in die Heimatländer. Die Finanzierung endet allerdings Ende des Jahres.

Männer aus 60 Ländern

Das Hafthaus Moers ausschließlich für Abschiebungsgefangene existiert seit zehn Jahren. Ebenfalls seit zehn Jahren bieten MitarbeiterInnen der Beratungsstelle Betreuung und Hilfe für die Männer aus etwa 60 Ländern an. Ständig sind dort bis zu 144 Personen untergebracht, pro Jahr also etwa 1200 bis 1400 Flüchtlinge.

Infos und Links:

(Pressereferat | 2003-12-04)Diese Nachricht drucken