Auch auf neuen Wegen die Menschenwürde bewachen und soziale Gerechtigkeit organisieren

In einer Weihnachtspredigt erinnert Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, daran, dass in einer Nacht vor 2000 Jahren Gottes Liebe "zum Anfassen konkret" wurde - "in dem verletzlichen Menschenkind Jesus von Nazareth". Das Erinnern und Feiern dieses Geschehens gebe dem Leben Heimat und Wurzel. Die "heilsame Gottesnähe in Jesus Christus" erlöse die Menschen "von eigenem Perfektionswahn und von der Fixierung auf Sieg und Erfolg, von der Faszination gewaltsamer, schneller und endgültiger Lösungen - die es nicht gibt", so Präses Schneider.

ChristInnen haben Verantwortung

Schneider weiter: "In Jesu Namen können wir immer wieder neu Schritte der Gerechtigkeit und des Friedens wagen." Das gelte besonders in Zeiten notwendiger Veränderungen. "Auf diesen Wegen ist die Menschenwürde zu bewachen und soziale Gerechtigkeit zu organisieren. Das ist auch die Aufgabe der Kirchen und der Christinnen und Christen in politischer Verantwortung." Gottes heilsame Nähe erlaube jedoch, dass Menschen mit Fehlern und Unvollkommenheiten leben könnten.

Gottesebenbildlichkeit meint Verantwortlichkeit - nicht Stärke

Die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus - wie sie die Weihnachtsgeschichte erzählt - bedeute überdies noch einen weiteren heilsamen Gewinn: "Wir lernen am Leben Jesu, dass unsere Gottesebenbildlichkeit konkret wird in einem verantwortlichen und mitfühlenden Leben", so der Präses: "Sie ist nicht abhängig von Stärke, Gesundheit, Erfolg und einem glänzenden Leben."

Zum Thema:

(EKiR/Pressereferat | 2003-12-24)Diese Nachricht drucken