Schlägel und Kreuz – eine starke Kombination

Kirchen und Gewerkschaften sammeln sich

Schlägel und Kreuz – das ist ein prägnantes Symbol: Der Hammer, der für den Bergbau steht, das Kreuz als Zeichen der Auferstehung. Unter diesem Symbol feiern Kirchen und Gewerkschaften einen Gottesdienst unter dem Titel: In Sorge um die Region, - Zukunft nur Gemeinsam - was wird aus uns? Sie erinnern damit an den Pattberggottesdienst, der vor 10 Jahren Tausende zusammengebracht hat.

Die Sorge gleicht der von damals. "Die Region wird zum Armenhaus am Rande des Ruhrgebiets", wenn die EU beschließt, den deutschen Steinkohleabbau nicht mehr zu subventionieren, befürchtete auf einer Pressekonferenz Willfried Woller, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) Bezirk Moers. Zur Erinnerung: Vor zehn Jahren wollte Jürgen Möllemann die Subventionspläne streichen.

Auch heute lassen Kirchen und Gewerkschaften die Bergleute und ihre Familien nicht allein – wie auch das Symbol darstellt. "Es gibt eine jahrelange Partnerschaft zwischen Kirchen, Bergbau und den Menschen. Es geht weiter, Seite an Seite", betont Dechant Achim Klaschka. Am kommenden Montag gibt es deshalb in der Christuskirche in Kamp Linfort einen Gottesdienst, der erinnert, die Sorge um die Region ausspricht und ihre Perspektiven entwirft.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr sowohl am Platz der damaligen Mahnwache (Beginn der Fußgängerzone) in Kamp Lintfort als auch am Haupttor des Bergwerks Niederberg in Neukirchen-Vluyn. Aus Neukirchen-Vluyn begeben sich die TeilnehmerInnen gemeinsam zur Mahnwache in Kamp Lintfort. Dort treffen sie auf die Gruppe um Manfred Kock, den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Er hat zuvor auf dem Pattberg an einer Andacht teilgenommen. Gemeinsam gehen die drei Gruppen um 19 Uhr zur Christuskirche in der Friedrich-Heinrich-Allee, wo ab 19.30 der Gottesdienst beginnt. Dort werden Schlägel und Kreuz vereint zum starken Symbol. Künftig wird es als Denkmal vor der Christuskirche seinen Platz finden.

Zu der Gedenkfeier rufen die katholischen Gemeinden, der Kirchenkreis Moers mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, Region Duisburg/Niederrhein, die Evangelische Freikirche und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Bezirk Moers, zusammengeschlossen im Arbeitskreis Kirche und Bergbau auf. Bei dem Gottesdienst geht es nicht um den Rahmenbetriebsplan in Walsum. "Wir sind nicht für oder gegen den Rahmenbetriebsplan", stellt Michael Ziebuhr, Pfarrer der Christuskirchengemeinde in Kamp Lintfort, klar, "sondern für das Wohl der Bevölkerung."

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(Pressereferat | 2001-08-21)Diese Nachricht drucken