Landrätin Amend-Glantschnig an Gesprächen interessiert
"Insofern sind wir natürlich weiterhin an Gesprächen interessiert" , antwortet Landrätin Amend-Glantschnig am 24. August 2001 auf den
offenen Brief von Jürgen Widera (
KDA-Pfarrer). Der hatte auf Pressemeldungen reagiert, nach denen Amend-Glantschnig angekündigt hatte, nicht mehr an Gesprächsrunden zu den Rahmenbetriebsplänen teilzunehmen.
"Selbstverständlich ist sich der Kreis Wesel darüber im klaren, welch hohe Bedeutung der Bergbau nach wie vor als Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor für diesen Wirtschaftsraum hat und welche schwierigen Anpassungsprozesse in diesem Sektor künfig noch zu bewältigen sind", korrigierte sie diese Darstellung. Die Gespräche müssten sich allerdings an Zielen- und Ergebnissen orientieren. Rahmenbetriebspläne sollten die Interessen der Bürger stärker berücksichtigen. Inhaltlich verweist die Landrätin auf ihre Vorschläge, die Laufzeiten von 20 auf 10 Jahre zu verkürzen und die verschiedenen Rahmenbetriebspläne aufeinander abzustimmen.
Mögliche "weitere Anpassungsmaßnahmen" im regionalen Bergbau sollen "im Rahmen unserer Wirtschaftsförderung nach Kräften", so die Landrätin, unterstützt werden: Mitarbeiter, mit deren Freisetzung ggfs. zu rechnen ist", müssten frühzeitig qualifiziert werden. Die Unterstützung beträfe auch frei werdende Bergbauflächen, die nachgenutzt werden sollten.
Konstruktive Gespräche böten "aus Sicht des Kreises die einzige Möglichkeit, gemeinsam mit dem Bergbau Handlungsalternativen zu finden, die sowohl diesen regional bedeutsamen Wirtschaftszweig und den hier beschäftigen Menschen als auch den Interessen der hiervon betroffenen Bürger und möglicherweise auch anderer Unternehmen, gerecht" würden.
(Pressereferat | 2001-08-31)