Konstante Beratungsleistung trotz Sparmaßnahmen - Ev. Beratungsstelle Moers/Duisburg legt Jahresbericht 2003 vor

Die Mitarbeitenden der Ev. Beratungsstelle für Erziehungs-, Familien-, Ehe-/Partnerschafts- und Lebensfragen und Schwangerschaftskonfliktberatung haben unruhige Zeiten hinter sich: Umstrukturierung angesichts finanzieller Einschnitte hieß die Aufgabe, nachdem die Träger, der Gesamtverband der Ev. Kirchengemeinden der Stadt Duisburg und der Kirchenkreis Moers, Sparmaßnahmen ankündigen mussten. "Den erforderlichen Personalabbau konnten wir durch Nichtwiederbesetzung von Stellen aufgrund von Rentenalter oder Altersteilzeit gewährleisten. Und mit dem Umzug der beiden bisherigen Standorte in Homberg/Hocheide und Kamp-Lintfort an einen zentralen Standort in Moers haben wir die Grundlage geschaffen, die eine verlässliche Präsenz vor Ort gewährleistet," beschreibt Ulrike Stender, Leiterin der Gesamtberatungsstelle, die geleisteten Veränderungen. Mit dem Umzug wird erstmals Schwangerschaftskonfliktberatung für den gesamten Kirchenkreis Moers bzw. den linksrheinischen Teil des Kreises Wesel angeboten. Auch rechtsrheinisch ist eine Zusammenlegung der beiden dortigen Teams in Duisburg-Marxloh und Duisburg-Duissern geplant, sobald geeignete Räumlichkeiten gefunden sind.

Licht und Schatten

Das Jahr 2003 war geprägt durch Licht und Schatten. Das Land Nordrhein-Westfalen hat seine Förderung der Personalkosten für die Erziehungs-, Ehe- und Lebensberatung ab 2004 reduziert. Allerdings kann die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung für 2005 durch eine höhere Landesförderung ausgebaut werden. "Diese Entscheidung trägt zur Personalsicherung bei, denn wir können personelle Kapazitäten umwidmen," erklärt die Dipl. Psychologin Stender. Seit 2003 bietet die Ev. Beratungsstelle im Rahmen der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung ein zusätzliches Angebot an, die psychosoziale Beratung im Kontext von pränataler Diagnostik. Angesichts der verschiedenen Möglichkeiten vorgeburtlicher Diagnostik ein wichtiges Beratungsfeld, findet Stender: "Eine speziell ausgebildete Mitarbeiterin berät werdende Eltern, die eventuell mit der Geburt eines behinderten Kindes rechnen - der ganzheitliche Ansatz reicht von der Aufklärung über bestimmte Krankheitsbilder über die Vermittlung zu entsprechenden Fördereinrichtungen und Selbsthilfegruppen bis zu psychologischer und psychosozialer Beratung."

Multidisziplinäre Teams bewährt

Im Bereich der Erziehungs-, Familien-, Ehe/Partnerschafts- und Lebensberatung fanden im Jahr 2003 insgesamt 1.245 Beratungen statt, wegen des Personalabbaus geringfügig weniger als im Vorjahr. "Hierbei handelt es sich um sogenannte Fallzahlen. Das bedeutet, hinter einem solchen Fall steht z. B. in der Erziehungsberatung ein Kind samt der in die Beratung einbezogenen Familienmitglieder wie Vater, Mutter und Geschwister," erläutert Stender die Zahl. Die Wartezeit von zwei und mehr Monaten zwischen Anmeldung und kontinuierlicher Weiterbetreuung konnte im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden. In der Erziehungsberatung (263 Kinder und Jugendliche) waren Kinder im Grundschul- bzw. Schulkindergartenalter am stärksten vertreten. In der Lebens-, Paar- und Familienberatung wurden 696 Beratungsfälle betreut. Anlass für die Beratung waren vor allem Partnerprobleme, persönliche Probleme und Familienprobleme. Die Nachfrage nach Schwangerschaftskonfliktberatung und Schwangerenberatung hat sich im Vergleich zu 2002 von 524 auf 621 Fälle erhöht. Dabei handelte es sich in 263 Fällen um Konfliktberatungen, in 356 Fällen um Schwangerenberatungen. "Auch für das Jahr 2003 haben sich unsere multidisziplinären Teams bewährt. Die 18 festangestellten, überwiegend teilzeitbeschäftigten Fachkräfte haben den Umbau im Abbau so mitgestaltet, dass für unsere Klienten kaum Nachteile entstanden sind – eine bemerkenswerte Leistung, die wir auch in Zukunft möglich machen möchten," beschreibt Stender die Arbeit der Mitarbeitenden.

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(Pressereferat | 2004-09-07)Diese Nachricht drucken