
"Ich bin überzeugter Protestant," sagt Klaus Künhaupt, der am 26. September um 15 Uhr in der Stadtkirche Moers, Klosterstraße 5, ordiniert wird. Der Protestantismus ist ihm gleichsam in die Wiege gelegt: 1970 geboren, wuchs er in einem Evangelischen Pfarrhaus in Essen auf. Eine Schwester studierte Theologie. "Wenn sie aus Tübingen nach Hause kam, wurde am Abendbrottisch diskutiert über die Barmer Erklärung etwa oder die Rechtfertigungslehre." Theologie studierte Künhaupt in Hamburg, Bochum und Wuppertal. 2000 begann er das Vikariat im Kirchenkreis Essen-Nord, im April 2003 kam er als Pfarrer zur Anstellung nach Moers.
Schwerpunkt Verkündigung und Seelsorge
Zu seinen Schwerpunkten gehören Verkündigung und Seelsorge. "Themen und Probleme, die mir in der Seelsorge begegnen, will ich auch in den Predigten aufgreifen", beschreibt der junge Pfarrer sein Wirken. Dass die seelsorgerlichen Gespräche nicht immer einfach sind, das Weinen, das Schweigen auszuhalten, weiß er. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Beten die Menschen öffnet. Oftmals beginnt erst nach einem Gebet das Gespräch richtig. Seelsorge hat für mich nicht nur eine psychologische, sondern auch eine geistliche Dimension."
4.-Klasse-Kontaktstunde
Schon in den letzten eineinhalb Jahren hat er eine Menge geleistet in Moers, die Besuchsdienstarbeit mitgestaltet oder die "4.-Klasse-Kontaktstunde" aufgebaut: die Möglichkeit, unabhängig vom regulären Religionsunterricht mit den Knirpsen zu besprechen, was sie betrifft, welche Fragen sie haben oder was sie interessiert.
Und gerade als überzeugter Protestant will er die Zusammenarbeit in der Ökumene. "Nur wer weiß, wer er ist, kann den anderen zu verstehen suchen."