
Wenn im November das Kirchenjahr zu Ende geht, erinnern mehrere Gedenktage daran, dass das Leben endlich ist. Katholische Christen gedenken ihrer Toten an Allerheiligen und Allerseelen, dem ersten beziehungsweise zweiten November. In der evangelischen Kirche geschieht das am Ewigkeitssonntag, dem letzten Sonntag im Kirchenjahr. Im Volksmund heißt er auch Totensonntag, weil viele an diesem letzten Sonntag im Kirchenjahr zum Friedhof gehen, um an die Verstorbenen zu denken und die Gräber winterfest zu machen.
In Gottesdiensten werden die Namen der Verstorbenen des vergangenen Jahres verlesen, manchmal auch Lichter für sie angezündet. Ewigkeitssonntag sagt: Der Tod ist nicht das Letze. Lieder und Texte erzählen von Auferstehung und ewigem Leben, zum Beispiel im Evangelischen Gesangbuch Nr. 533: „Du kannst nicht tiefer fallen / als nur in Gottes Hand / die er zum Heil uns allen / barmherzig ausgespannt.“ Nicht die Trauer, sondern die Hoffnung hat das letze Wort im Kirchenjahr. Auch in der katholischen Kirche endet das Kirchenjahr mit dem letzten Sonnatg vor dem ersten Advent, dem Christkönigsfest. Beide Festtage betonen die Hoffnung, dass dann Gottes Reich kommt. Die Gedanken gehen daher nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn: Die Gemeinden reden und singen von der Hoffnung der Auferstehung zum ewigen Leben.