
Können 150 Kinder auf einem Haufen still sein? Sie können! Mucksmäuschenstill wurden sie, als sie sahen, wie Paulus und Silas im Gefängnis saßen. Das war bei den letzten ökumenischen Kinderbibeltagen in Asberg. Den Paulus hatte Andreas Klumb gespielt. Gestaltet hatte er die Szene gemeinsam im Team mit ehrenamtlichen Mitarbeitern.
"Die Gestaltung der Kinderbibeltage ist einer meiner Schwerpunkte in der Gemeinde" erklärt der junge Pfarrer. Das kommt nicht von ungefähr. Beim CVJM Moers hat der Pfarrerssohn gute Erfahrungen gesammelt, in Fragen des Glaubens und der Jugendarbeit - zuerst als Teilnehmer an Segelfreizeiten, später als Bootsführer und Freizeitleiter. Vom CVJM kennt er zudem die Gremienarbeit und die Möglichkeit, mitzugestalten.
Am Sonntag Ordination
Das tut er auch in Asberg, wo er seit zweieinhalb Jahren Pfarrer zur Anstellung ist. Dort wird er am kommenden Sonntag, dem 5. Dezember, um 15 Uhr in der Evangelischen Kirche, Drususstraße, von Superintendent Ferdinand Isigkeit ordiniert.
Vikar bei Pfarrer Schmeer
Den christlichen Glauben hat er von seiner Familie in Rumeln-Kaldenhausen und der Gemeinde mitbekommen: "Es war für mich völlig normal, dass ich zum Kindergottesdienst ging. Die Familie, der Posaunenchor, später der CVJM, das alles hat mich stark geprägt." Nach dem Studium der Theologie in Duisburg, Bonn, Leiden und Bochum war er Vikar bei Reinhard Schmeer in Asberg.
Zur Kirche kommen lohnt sich
Neben der Jugendarbeit betrachtet er Seelsorge, Konfirmandenunterricht und Gottesdienste als Hauptaufgaben. "Ich nehme es ernst, wenn Leute sich eher distanziert verhalten. Aber ich möchte trotzdem, dass Menschen sich angesprochen und eingeladen fühlen, zur Kirche zu kommen, denn es lohnt sich. Es geht dort um Themen, die jeden Einzelnen betreffen", erklärt Klumb. "Die Grundlage meiner Arbeit ist für mich, das Evangelium zu verkünden."
Miteinander ist man kreativer
In der Konfirmandenarbeit setzt er dieses Ziel mit spielerischen Elementen und Rollenspielen um. Dort ermuntert er die Jugendlichen auch, sich ehrenamtlich zu engagieren und ihre Fähigkeiten zu entwickeln - wenn möglich über die Zeit des Konfirmandenunterrichts hinaus. Auch in die Mitarbeit etwa an Gottesdiensten bezieht er sie gerne ein, denn Teamarbeit, weiß er, hat einen großen Vorteil: "Miteinander ist man viel kreativer."