Wenn die Erinnerung lebendig bleibt - Erinnerungsgottesdienst für verwaiste Eltern

Wohin mit der Trauer, wenn ein Kind stirbt? Ein Treffen in der evangelischen Kirchengemeinde Hochheide gab 1994 den Impuls, verwaisten Eltern einen Raum für ihre Trauer anzubieten – unabhängig davon, ob das verstorbene Kind 12 oder 45 Jahre alt geworden ist. Und unabhängig davon, wie lange der Verlust zurückliegt. Damals gründete sich die Selbsthilfegruppe verwaister Eltern einer verwaisten Mutter und Ferdinand Isigkeit, Pfarrer der Kirchengemeinde Hochheide. Diese Selbsthilfegruppe trifft sich seitdem regelmäßig, mit sporadischer pastoraler Begleitung.

Die Namen der Kinder werden verlesen

Einmal im Jahr, am Donnerstag vor dem 4. Advent, findet in der Ev. Kirche Hochheide, Kirchstraße, ein Erinnerungsgottesdient für verwaiste Eltern statt. Am 16. Dezember um 19 Uhr sind Eltern und Verwandte, die einen geliebten Menschen verloren haben, eingeladen zum Erinnerungsgottesdienst. Im Mittelpunkt steht die Verlesung der Namen der verstorbenen Kinder mit Geburts- und Todesdatum. Dazu werden Kerzen angezündet – entweder von einem Familienmitglied oder von Pfarrer Isigkeit, der den Gottesdienst leitet. Die Liturgie stellt sich ganz in den Dienst der Trauernden: mit Klagepsalmen, Texten der Trauer aus der Literatur, Phasen der Stille, dem Vaterunser und dem Segen.
Wer möchte, dass beim Gottesdienst auch der Name seines Kindes verlesen wird, der melde sich bitte bei der Ev. Kirchengemeinde Hochheide werktags von 8 bis 12 Uhr unter Telefon 02066 – 30609.

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(Pressereferat | 2004-12-09)Diese Nachricht drucken