
Rheinberg, Montag Morgen 8.30 Uhr: Auf der Rheinstraße geht für etwa 15 Minuten gar nichts mehr. Autos stauen sich bis zum Markt und Polizisten leiten vom Innenwall kommende Fahrzeuge um. Der Grund: Vor dem Zugang zur evangelischen Kirche steht ein Tieflader mit schwerem Gerät.
Neuer Veranstaltungsort entsteht
Seit Montag wird im Kirchgarten der Evangelischen Kirche in Rheinberg fleißig gebaggert und gebaut. Unter der Federführung von Karlheinz Leger soll hinter der evangelischen Kirche ein neuer Veranstaltungsort für Konzerte, Theater und Kleinkunst entstehen. „Vor eineinhalb Jahren haben wir angefangen, von einer festen Bühne hier im Kirchgarten zu träumen, vor einem Jahr sind die ersten Pläne entstanden und heute geht’s endlich los,“ freut sich der engagierte Küster der Gemeinde.
Zahlreiche Gespräche geführt
Bevor allerdings die erste Baggerschaufel bewegt werden konnte, standen zahlreiche Gespräche und Verhandlungen mit der Stadt Rheinberg und der Sparkasse am Niederrhein. „Ohne ein eindeutig positives Signal der Stadt und ohne eine finanzielle Unterstützung der Sparkasse, wären wir das Projekt nicht angegangen“, schildert Udo Otten, Pastor der Ev. Kirchengemeinde Rheinberg den weiteren Verlauf der Planungen.
Geistige Eltern der Idee
„Die eigentliche Idee zur „Kulturbühne an der Evangelischen Kirche“ stammt allerdings gar nicht von uns, gibt Udo Otten frei zu. Die geistigen Väter und Mütter des Projekts sind eigentlich die Vorstandsmitglieder des Veranstaltungsvereins „Spektakel Rheinberg“. Denn ohne den Adventmarkt, der in diesem Jahr zum 9. Mal rund um die Evangelische Kirche stattfindet, wären wir niemals auf den Gedanken gekommen, den Kirchgarten umzugestalten.“ So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich auch „Spektakel“ mit 3.000 € finanziell und personell durch viel ehrenamtliche Bauarbeit an den Umbaumaßnahmen beteiligt. „Die Bühne", schwärmt Otten, „ist gleichzeitig das sichtbare Zeichen für die Kultur der Zusammenarbeit in unserer Stadt.“
Ehrenamtliche Arbeit
„Die jetzt begonnenen Bauarbeiten zur „Kulturbühne an der Ev. Kirche“ markieren den ersten Bauabschnitt, erklärt der „Bauleiter“ und Küster Karlheinz Leger“. Ziel ist es, den Kirchgarten wieder „adventmarktfähig“ zu machen, den unteren Teil einzuebnen und die technischen Voraussetzungen für die Bühne zu schaffen. Da wir mit vielen ehrenamtlichen Kräften arbeiten, geht alles nicht ganz so schnell, wie es gehen könnte, wenn wir nur mit professionellen Baufirmen arbeiten könnten. Doch wir müssen sehr aufs Geld achten und merken, wie durchs Bauen auch die Identifikation mit dem ganzen Projekt wächst.“
Zweiter Bauabschnitt: Bühne
Der zweite Bauabschnitt soll dann im kommenden Jahr mit der Installation der Bühne folgen. „Wenn alles gut geht, Gott es will und wir leben, dann könnte schon zum Stadtfest in Juni 2006 Einweihung gefeiert werden,“ blickt Leger in die Zukunft.
Sponsoren beim kommenden Adventsmarkt überzeugen
„Voraussetzung dafür ist, dass sich in den kommenden Monaten noch weitere Sponsoren für die „Kulturbühne“ finden, die nicht nur den laufenden Betrieb unterstützen, sondern uns auch bei der Errichtung unter die Arme greifen. Wir haben schon einige Gespräche geführt und hoffen, die potenziellen Sponsoren endgültig beim kommenden Adventmarkt zu überzeugen, wenn man ganz real riechen, schmecken und hören kann, welches Potenzial in dem Ort „Kirchgarten an der Ev. Kirche“ steckt“ meint Otten. „Auf alle Fälle sind Sponsoren herzlich eingeladen, die Kulturbühne an der Ev. Kirche für sich zu entdecken."
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