Kindertageseinrichtungen, Finanzen und weitere Themen der Herbstsynode 2001
Eine Investition in die Zukunft - die
Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Moers. Anne Brosien vom Referat für Kindertageseinrichtungen, hat am 10. November auf der Herbstsynode 2001 in Rumeln ein Projekt zur Qualitätsentwicklung vorgestellt, mit dem Ziel, die Qualität der Kindertagesstätten zu halten, die MitarbeiterInnen weiter zu schulen, die Sozialkompetenz der Kinder hinsichtlich des Friedens zu stärken und ein evangelisches Profil zu geben sowie Leistungen überprüfbarer zu machen. In Zusammenarbeit mit den Eltern, Kindern, ErzieherInnen und Trägern solle die pädagogische Qualität weiter wachsen und um eine religiöse Dimension erweitert werden. Am Projektende wird ein Handbuch stehen, das den Arbeitsschwerpunkt der jeweiligen Kindertageseinrichtungen dokumentiert.
Brisant das Thema Finanzen: 15 Prozent wollen Kirchenkreis und Gemeinden sparen. Wie das genau geschehen könne, stehe noch nicht fest. An diakonischen Aufgaben solle nicht gespart werden, wohl aber müsse über Kooperationen und Schwerpunktbildungen nachgedacht werden. Zum Beispiel könnte in einer Gemeinde der Schwerpunkt Kirchenmusik mit hervorragenden Musikern sein, eine andere Gemeinde könne inhaltliches Gewicht auf andere Aufgaben verschieben. Es sei auch eine Frage, ob jede Gemeinde sowohl eine Mutter-Kind-Gruppe als auch ein Altenheim haben müsse, oder ob eine Zusammenarbeit nicht ein gleich gutes Ergebnis bei geringerer finanzieller Belastung bedeuten könne.
Weitere Beschlüsse: Die Synodalen forderten die Gemeinden auf, nur bei HändlerInnen zu kaufen, die Art gerechte Tierhaltung garantieren können. Die
Agenda 21 und die Gemeindekonzeption sollten sich gegenseitig ergänzen: Humanitären Fragen aus der Gemeindekonzeption sollte in Siedlungsplanungen und Spielplatzfragen eingehen, so Thiesbonenkamp.
Humanitäre Fragen ergäben sich auch in Zusammenhang mit der Strukturentwicklung: "Selbst wenn quantitativ nach Verlust von Arbeitsplätzen im Bergbau neue Arbeitspätze angeboten werden können, so entstehen doch andere, und nach sozialpolitischen Kriterien geurteilt, qualitativ schlechter Arbeitsplätze", kritisierte er in seinem
Bericht auf der Synode, die keine Schwierigkeiten hatte, brisante Themen zu bearbeiten und dazu Stellung zu beziehen.
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(Pressereferat | 2001-11-12)