Thiesbonenkamp: Forensik in guten Händen

"Da hat die Landesregierung einen guten Griff getan", kommentierte Superintendent Dr. Jürgen Thiesbonenkamp die Entscheidung für die Trägerschaft der forensischen Klinik. Mit den Bodelschwinghschen Anstalten und dem Evangelische Johanneswerk sei die Forensik in guten Händen, sagte er am 10. November, anschließend an die Herbstsynode des Kirchenkreises Moers in Rumeln.

Schon am Vortag hatte er in seinem Bericht zur Synode in Rumeln das Thema aufgegriffen. Die Angst der AnwohnerInnen sei ernst zu nehmen, "wo sie aber politisch geschürt wird, ist ihr zu widersprechen." Die dezentrale Unterbringung der Forensik-Patienten in überschaubar große Einrichtungen sei eine Möglichkeit, Sicherheit und Therapie zu verbinden. Bethel habe schon Erfahrungen mit forensischen Patienten, gleichwohl sei es "das erste Mal, dass eine diakonische Einrichtung Träger einer forensischen Klinik wird. Ich erhoffe mir von dieser Trägergemeinschaft, dass sie durch eine gute Informationsarbeit und Einbeziehung der Bevölkerung Ängste abbauen und die Notwendigkeit einer forensischen Einrichtung einsichtig machen kann."

Der Kirchenkreis werde seinen Beitrag zur Überwindung der Angst leisten: "Wir werden unsere Mitarbeit in der Vermittlung zwischen Klinik und Bevölkerung und im zu schaffenden Beirat anbieten und auf eine Versachlichung der Diskussion hinarbeiten. Dabei kann es notwendig werden, dass Friemersheim und die Gemeinden in Rheinhausen die Solidarität der anderen Gemeinden brauchen werden", forderte er deren Solidarität.



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(Pressereferat | 2001-11-13)Diese Nachricht drucken