Citi-Critic und KDA verurteilen Betriebsschließung

Citi-Critic und der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Duisburg/ Niederrhein verurteilen die angekündigte Betriebsschließung der Telefonservicegesellschaft der Deutschen Bank in Rheinhausen. Der Belegschaft droht die Entlassung. Citi-Critic und KDA werden sie unterstützen, so Pfarrer Hans-Peter Lauer, Vorsitzender der Citi Critic e.V., und Pfarrer Jürgen Widera vom KDA. Die Verantwortlichen in der Deutschen Bank forderten sie auf, ihre Zusage einzuhalten, sich für den Strukturwandel zu engagieren und auf die Kündigungen verzichten. Diese seien unverständlich angesichts der Milliardengewinne der Bank, sagten die beiden Pfarrer in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Darin heißt es: "Nach dem Rheinhauser Arbeitskampf versprach die Deutsche Bank, sich mit neuen Arbeitsplätzen für den Strukturwandel zu engagieren. Nicht zufällig wurde die Hauptstraße im Gewerbegebiert Asterlagen nach ihrem damaligen Vorsitzenden Alfred Herrhausen benannt. Jetzt scheint diese Zusage schon nicht mehr zu gelten. Die Deutsche Bank will ihr Call-Center mit rund 270 Beschäftigten aufgeben und die überwiegende Mehrheit ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in die Arbeitslosigkeit entlassen. Ausgerechnet in Rheinhausen sollen nun zum ersten Mal in der Geschichte dieses Unternehemens betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden." Dies sei für Citi-Critic und den KDA unverständlich: Die Deutsche Bank erwirtschafte Gewinne in Milliardenhöhe.

City-Critic und der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt Duisburg/Niederrhein forderten die Deutsche Bank auf, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und "zu ihrem Versprechen zu stehen, sich für den Strukturwandel in Rheinhausen einzusetzen. Eine Bank, die mit 'Vertrauen' um ihre Kunden wirbt, sollte ihre Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen."

(Pressereferat | 2001-12-07)Diese Nachricht drucken