
Fast die Hälfte (40 Prozent) aller Kids zwischen sechs und 19 Jahren wünschen sich ein Handy zu Weihnachten. Wohlmeinende Mütter, Väter, Omas oder Opas erfüllen den Wunsch oft gern. Doch die Kehrseite des mobilen Funkfuns: Schulden. Denn die Preise für Telefonate und SMS (short message service) sind hoch. Wer nur acht Minuten am Tag mit einem Handy telefoniert und lediglich zwei SMS verschickt, kann damit im Monat Kosten von 150 Mark anhäufen. Vielen ist auch nicht bewusst, dass sich bei einigen Anbietern trotz leerer Prepaid-Karten SMS versenden lassen: Die Rechnung kommt später. Zu diesem Thema hat die Schuldnerberatung des Kirchenkreises Empfehlungen zusammengetragen. Damit lassen sich Verschuldungen besser vermeiden.
Schulden verbauen Zukunft
Etliche Jugendliche sind mit Beträgen um 5000 Mark verschuldet. Böse Folge: Der Einstieg in den regulären Wirtschaftsbereich ist möglicherweise verbaut oder erschwert.
Beispiel Mietvertrag: VermieterInnen werden durch die Schufa-Auskunft abgeschreckt, eine Wohnung an eine/n verschuldete/n Jugendlichen zu vermieten.
Beispiel Arbeitsplatz: Lohnpfändungen werden von ArbeitgeberInnen ungern gesehen, zumal sie Ihnen zusätzlichen Aufwand bedeuten. Zwar ist sie kein Kündigungsgrund, aber sie trägt zur schlechten Bewertung bei. Wenn der Arbeitsplatz unsicher ist, können Lohnpfändungen gegen die jungen ArbeitnehmerInnen sprechen.
Infos bei den Schuldnerberatungen
Jährlich suchen etwa 1200 Verschuldete die Schuldnerberatungen im Kirchenkreis Moers auf. Bei 10 – 20 Prozent von ihnen machen Handykosten einen Teil der Gesamtschulden aus. Die Schuldnerberatung gibt Tipps, was zu beachten ist, wenn mit dem Handy telefoniert werden soll. Dort gibt es auch weitere Infos.
| Links zum Thema: | ||