Festschmaus mit weniger Reue

Am ersten Weihnachtstag einen braungebrutzelten Gockel aus dem Ofen ziehen und am folgenden Festtag Rouladen mit Karotten vertilgen - lecker, lecker. Wer nicht will, dass dafür Tiere im Übermaß leiden mussten und das Gemüse chemisch gepäppelt wurde, für den gibt es die Broschüre "Lecker und gesund essen - in Verantwortung für unsere Nutztiere und unsere Umwelt". Der Einkaufsführer listet Fachgeschäfte, Markenfleischfachgeschäfte, Höfe und Restaurants in Moers und Umgebung auf, die ausschließlich Fleisch aus ökologischer und tiergerechter Haltung anbieten sowie Obst und Gemüse aus staatlich kontrolliertem ökologischem Landbau.

Schluss mit Matschtomaten, faden Karotten und genmanipuliertem Soja

Die Kriterien des Einkaufsführers sind streng. Aufgenommen wurden nur Läden, Restaurants oder Höfe, die ausschließlich Naturkostwaren anbieten. "Naturkostwaren" heißt es dort "sind Lebensmittel, die aus kontrolliert ökologischem Landbau und kontrolliert ökologischer Tierhaltung stammen." Das heißt zum Beispiel, dass die Landwirte keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemittel, Hormone oder Wuchsstoffe eingesetzt haben. Kühe und Schweine halten sie tiergerecht, der Weg zum Schlachter ist für die Ferkel und Wiederkäuer kurz.
In der Broschüre heißt es ausdrücklich, es gäbe noch weitere Bioläden im Kreis. Der Unterschied: Sie verkaufen neben Bio-, Öko- und tiergerechten Waren zusätzlich Produkte herkömmlichen Anbaus.

Bei Gemeinden erhältlich

Die Broschüre gibt es bei den 29 Gemeinden des Kirchenkreises und in einigen Bioläden. Ihr liegt ein Einlegeblatt mit Adressen von Bauernhöfen aus dem Kreis Wesel bei. Auch hier sind Kriterien genannt, ob es sich um Biohöfe oder traditionelle handelt. Bestellt werden kann der Einkaufsführer bei Waltraud Weinhold unter der Telefonnummer 02845/5466 oder per E-Mail: howein@t-online.de. Sollte das Einlegeblatt fehlen, kann es ebenfalls dort bestellt werden.

Mittlerweile wurde die Liste ergänzt. Den in der Nachricht genannten Einkaufsführer (nicht das Einlegeblatt) gibt es zum Lesen (einfach klicken) oder Herunterladen (mit rechter Maustaste auf Link klicken, im aufklappenden Kontextmenü "Ziel speichern unter..." wählen. Für Apple-BenutzerInnen: Maustaste auf Link gedrückt halten, dann im Kontextmenü Option wählen. (PDF-Format, 326 kb klein - Voraussetzung: Der Acrobat Reader ist auf dem Rechner (installiert).) NACHTRAG 2005. MITTLERWEILE GIBT ES DAS EINLEGEBLATT AUCH NICHT MEHR IN PAPIERFORM. Einige Adressen haben sich zudem verändert, vergleichen Sie deshalb bitte unbedingt mit der ergänzten Liste.


Links:

  • Agenda 21
  • Konziliarer Prozess
  • "1. Die Landessynode bittet alle Kirchengemeinden, bei der Erarbeitung ihrer Gesamtkonzeptionen gemeindlicher Aufgaben auch die mit dem Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der
    Schöpfung gestellten Aufgaben einzubeziehen.
    2. Die Landessynode empfiehlt den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen, sich – in ökumenischer Gemeinschaft – in den Agenda 21-Prozess ihrer Kommunen einzubringen."
    Dem Initiativantrag der Synodalen Waltraud Weinhold stimmte die Landessynode 2002 mit Mehrheit zu, nachzulesen ist das im PDF-Dokument der Landeskirche auf Seite 20.

(Pressereferat | 2001-12-20)Diese Nachricht drucken