
Passen Diakonie und Kunst zusammen? Sehr gut sogar. Davon können sich Interessierte ab 20. November bei der Ausstellung "Bilder der MALzeitler" im Haus der Diakonie Duisburg-West, Hochemmericher Markt 2-3 in Rheinhausen überzeugen. Geöffnet ist sie bis zum 31. Januar montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr sowie freitags von 9 bis 14 Uhr. Zu sehen sind Werke einer Malgruppe im Diakoniewerk für Sozialpsychiatrie Duisburg GmbH. Geleitet wird diese Gruppe von den Künstlern Petra Dreier und Michael Hanousek.
"Von Anfang an war es uns wichtig, uns individuell auf die Teilnehmenden einzulassen und ihnen einen möglichst breit angelegten Ideenpool anzubieten. So hat Jeder die Möglichkeit, sein ureigenes Gestaltungspotenzial zu entdecken und freizulegen," erklären die beiden das Konzept: Gemalt wird nach aufgebauten Still-Leben, Foto- u. Bildvorlagen, Texten, Erinnerungen und direkter Beobachtung. Die Wahl der Vorlagen richtet sich nach den Neigungen des Malenden, kann aber auch von seiner jeweiligen Tagesverfassung abhängen. Dies beeinflusst Farbgebung, Anzahl der dargestellten Gegenstände sowie Fülle oder Leere im Bild. "Nach zweieinhalb Jahren ist eine Menge von bemerkenswerten und eigenwilligen Bildern entstanden, die über den Rahmen der psychischen Erkrankung hinaus, in künstlerische Bereiche hineinragen."

Seit Anfang Mai 2004 besteht die Malgruppe. Einmal die Woche treffen sich die MALzeitler im Duisburger Gertrud-Reichardt-Haus, um ihren bildnerischen Ideen freien Lauf zu lassen und um bereits angedachte Themen oder erarbeitete malerische Fähigkeiten weiter zu entwickeln. "Die Bilder der MALzeitler sind sehr persönliche, farbintensive Schöpfungen, die einen breiten thematischen Bogen spannen und von großer Mallust geprägt sind," berichten die beiden Leiter.
Die MALzeitler haben bereits mehrere Ausstellungen hinter sich und sind in zahlreichen Zeitungsberichten bedacht wurden, auch mit einer Bildreportage.
Petra Dreier und Michael Hanousek sind als freischaffende Künstler tätig. Ihre gemeinsamen Wurzeln reichen bis in die 70er Jahre zurück, dem Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf, das sie Mitte der 80er Jahre abgeschlossen haben. "Seit diesem Zeitpunkt sind wir ein Künstlerpaar, bzw. ein Künstlerehepaar. Unsere Arbeit setzt eine ständige Dialogbereitschaft voraus. Diese ist für uns die Schnittstelle zwischen projektbezogener Kunstarbeit und der Arbeit mit den MALzeitlern."
Interessierte können die Ausstellung der Malzeitler vom 20. 11. bis zum 31. Januar besuchen, montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 14 Uhr.