Hören, losgehen, suchen, finden
Weihnachtsgruß des Superintendenten

Zuerst kamen die Hirten, nach der Weihnachtsgeschichte wie sie das Lukasevangelium erzählt. Dann kamen die Weisen aus dem Morgenland, nach der Weihnachtsgeschichte wie sie das Matthäusevangelium erzählt. Hirten und Weisen ist eines gemeinsam: Sie kamen nicht von selbst auf die Idee, den Heiland zu suchen. Sie brauchten einen Hinweis. Die Hirten den Engel des Herrn, die Weisen den Stern.

Das liegt daran, weil Gott sich so klein macht, so unscheinbar klein. Als Kind armer Leute kommt er in unsere Welt. Keiner würde das verstehen, keiner würde losgehen, suchen, finden. Aber Gott setzt ein Zeichen, einen Stern. Und Gott schickt seinen Engel. Bis heute ist das so. Wir müssen erst auf den Weg gebracht werden, bis wir losgehen, suchen und finden. Der Unterschied zu den Hirten und den Weisen ist nur der: Wir müssten es eigentlich schon längst wissen, dass Gott Mensch wurde. Es ist uns oft genug gesagt. Und es wird geglaubt. Warum verharren wir, mögen nicht suchen und nicht finden?

Gott sei Dank ist Weihnachten. Und Gott gibt uns einen Hinweis, sein Wort. Und wir können hören, losgehen, suchen und finden, den Heiland der Welt, den Heiland unseres Lebens. Nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr. Frohe Weihnachten!

(Isigkeit | 2006-12-20)Diese Nachricht drucken