Diakonie trifft Künstler und Künstler treffen Diakonie – in der Diakonie Duisburg-West, Hochemmericher Markt 2-3 in Rheinhausen war diese Idee bereits im vergangenen Jahr erfolgreich. Jetzt gibt es wieder eine Ausstellung, dieses Mal mit Werken vom Künstler Peter Branchart: "Phantasiefiguren und Schminkwesen auf Vierkanalpfad".
Der Titel leitet sich von den Bildernamen ab. Die sind aber keineswegs nur heiter, wie die Bezeichnungen nahezulegen scheinen: Die Phantasiefiguren setzen sich mit den Ängsten eines Individuums vor anderen auseinander. Die Figuren der "Schminkwesen" sind nicht nur geschminkt, sie übertünchen die Wirklichkeit – sich schön machen für andere, sich in ein gutes Licht stellen, aber das "ich" ist verborgen. In seinen Werken verarbeitet Branchart auch seine eigene psychischen Erkrankung – herausgekommen ist eine eindrucksvolle Bildersammlung. Viele der Bilder sind mit kräftigen Pinselstrichen und Farben gefertigt.
Der 38jährige gebürtige Frankfurter malt seit etwa 20 Jahren. Anfangs waren es vorwiegend abstrakte Ölgemälde oder Aquarelle. 1993 setzte er sich verstärkt mit Mustern auseinander – angeregt durch seine Arbeit bei einer Firma, die textile Muster druckte. Seit 1997 malt er figürlich: Menschen und Geist- bzw. Phantasiewesen mit musterhaften Hintergründen sowie Landschaftsbilder. Zurzeit wohnt Branchart in Moers.
Zu sehen sind die Gemälde vom 2. April bis zum 31. Mai, montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr sowie freitags von 9 bis 14 Uhr.