Noch kein Feierabend!? – gute Arbeit für den Niederrhein. Diskussion mit Präses Schneider
Reihe zieht Bilanz zu Schrift über Solidarität und Gerechtigkeit

Eine streitbare Veranstaltung könnte es werden, die Diskussion mit Präses Nikolaus Schneider (Evangelische Kirche im Rheinland) und Vertretenden von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaft über die Bilanz des regionalen Strukturwandels der letzten Jahre und die Erfordernisse für die Zukunft. Hintergrund ist das gemeinsame Wort der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Katholischen Bischofskonferenz "Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit", das 1997 Stellung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland bezogen hat. Doch heute, 10 Jahre später, hat sich die wirtschaftliche und soziale Lage für viele eher verschlechtert und die Spaltung in Gewinner und Verlierer weiter vertieft. Auf der einen Seite explodieren Gewinne und Manager erhalten sagenhafte Gehälter. Auf der anderen Seite sind Menschen auf Hartz IV angewiesen oder verdingen sich in Arbeitsverhältnissen, die nicht genügend Lohn bringen, so dass sie zur Existenzsicherung zusätzlich Arbeitslosengeld (ALG II) benötigen. Am Niederrhein sind viele zusätzlich belastet durch Werksschließungen wie BenQ und den Ausstieg bei der Steinkohleförderung.

Vertretende von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaft

Unter dem Titel "Noch kein Feierabend!? – gute Arbeit für den Niederrhein" diskutiert Schneider am 19. November um 17 Uhr, Lohnhalle Bergwerk West, Friedrich-Heinrich-Allee 63, in Kamp-Lintfort, mit Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt, Elke Talhorst MdL (SPD), Rainer Bischoff, Vorsitzender DGB Niederrhein, Andreas Wiesner, Einzelhändler und Vorstandsmitglied der Kamp-Lintforter Werbegemeinschaft, Friedhelm Vogt, Betriebsratsvorsitzender, und Dr. Wolf-Eberhard Reiff, Geschäftsführer der IHK Niederrhein.

Reihe "10 Jahre Sozialwort der Kirchen"

Die Veranstaltung gehört zu der Reihe "10 Jahre Sozialwort der Kirchen" – dahinter verbirgt sich eine Reihe von Diskussionen vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Region Duisburg/Niederrhein und der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Bezirke Wesel und Duisburg/Oberhausen/Mülheim.
Am 20. Februar 2008 geht es in Hamborn um das Thema "Arbeitgerberin Kirche – Eine Frage der Glaubwürdigkeit", am 27. Mai 2008 in Wesel um die Frage "Der Sozialstaat: Zukunftsfähig renoviert oder nachhaltig ruiniert?"

(Pressefererat | 2007-11-18)Diese Nachricht drucken