
Aus kirchlicher Sicht ist es positiv, dass der Weihnachtsmarkt in Moers traditionell erst nach dem Ewigkeitssonntag eröffnet wurde. "Damit werden die stillen Tage im Kirchenjahr geachtet und bewahren ihre Bedeutung", würdigt der Superintendent des Kirchenkreises Moers, Ferdinand Isigkeit, diese Regelung in Moers.
Der Ewigkeitssonntag, der auch Totensonntag genannt wird, ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr. An ihm wird der Verstorbenen gedacht und über den Tod und Auferstehung nachgedacht. Der erste Advent hingegen markiert den Beginn des neuen Kirchenjahrs. Advent kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Ankunft. Gemeint ist die Ankunft Jesu, dessen Geburt Weihnachten gedacht wird.
"Die Regelung in Moers, die nicht in allen Städten selbstverständlich ist, gibt den Menschen die Möglichkeit, die sinnvolle Abfolge der Zeiten im Jahr und im Kirchenjahr wahrzunehmen, anders, als wenn der Advent schon im August beginnt, wie es in manchen Supermärkten der Fall zu sein scheint," so Isigkeit. Kirchliche Weihnachtsmärkte finden in der Regel erst ab dem ersten Adventswochenende statt.