
Die Synode des Kirchenkreises Oderbruch, das höchste leitende Gremium des Kirchenkreises, tagt am Freitag, 3. April in Seelow. Sie beschäftigt sich u. a. mit der Kirche 20 Jahre nach dem Fall der Mauer. Der Kirchenkreis Oderbruch gehört zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Und was hat das mit dem Niederrhein zu tun? Es gibt noch etwas Zweites zu bedenken: Zwischen dem Kirchenkreis Moers und dem Kirchenkreis Oderbruch, ehemals Seelow, im Osten Deutschlands, besteht seit 1949 eine Partnerschaft. Für den Kirchenkreis Moers ist sie damit die älteste seiner partnerschaftlichen Verbindungen. „Sie hat trotz aller historischen und politischen Widrigkeiten durch all die Jahre Bestand gehabt“, erklärt Ferdinand Isigkeit, Superintendent des Kirchenkreises Moers. „Sie lebt vor allem von den Kontakten der Kirchengemeinden zueinander und gegenseitigen Besuchen.“ Anlässlich dieses schönen Jubiläums hat Roland Kühne, Superintendent aus Seelow seinen niederrheinischen Kollegen eingeladen, die Andacht der Synode zu halten.
Einen Besuch der Niederrheiner wird es auch im Herbst bei den partnerschaftlich verbundenen ev. Christen in Brandenburg geben. Zudem haben Dr. Wolfgang Huber, Bischof der Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sowie Ratsvorsitzender der Ev. Kirche in Deutschland, und Nikolaus Schneider, Präses der Ev. Kirche im Rheinland, für den Herbst 2009 anlässlich des Gedenkens des Mauerfalls einen Kanzeltausch vorgeschlagen: Pfarrer aus dem Rheinland predigen in Kirchen in Brandenburg und umgekehrt.
Übrigens: Die Stadt Moers pflegt mit der Stadt Seelow ebenfalls eine Partnerschaft. Bei der Gründung konnte der Kirchenkreis Moers mit seiner Erfahrung unterstützen.