Dass wir an Ihrer Seite sind - Delegation der evangelischen Kirche bei den Mitarbeitenden der Firma Desowag

„Kirche ist kein Gebäude, sondern da, wo die Menschen sind“, begründete Ferdinand Isigkeit, Superintendent des Kirchenkreises Moers den Besuch bei den Beschäftigten der Firma Desowag in Rheinberg. Die Firma soll geschlossen werden, die etwa 100 Mitarbeitenden werden arbeitslos. Seit Wochen kämpft die Belegschaft für einen ausreichenden Sozialplan. „Wir möchten Ihnen signalisieren, dass wir auf Ihrer Seite stehen.“

Sorgen der Beschäftigten

Eine Delegation von der evangelischen Kirche war am 14. Mai zur Mahnwache und einem anschließenden Gespräch mit dem Betriebsrat gekommen, um sich ein Bild zu machen von der Situation und den Sorgen der Beschäftigten. Darüber, dass nach Angaben des Betriebsrates ein mit der Geschäftsführung ausgehandelter Sozialplan von der Konzernzentrale in Holland gekippt wurde, äußerten die kirchlichen Vertretenden ihr Unverständnis, für Jürgen Widera vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt ein verantwortungsloses Handeln.

Würde und Solidarität

Schon zuvor hatte Widera den Beschäftigten bei der Mahnwache Mut gemacht, in ihrem Protest nicht nachzulassen. „Es geht um Arbeitsplätze und um Geld. Aber es geht auch um Würde und Solidarität.“

(Pressefererat | 2009-05-18)Diese Nachricht drucken