
Zu einem ganz besonderen Gottesdienst lädt das Frauenreferat Kirchenkreis Moers am 13. September um 10 Uhr ein: dem zentralen Mirjamsgottesdienst im Kirchenkreis in der Ev. Stadtkirche Moers, Haagstr. Das Thema des Mirjamssonntages dieses Jahr heißt Mütter.
Mütter in der Bibel sind Frauen, die auf den ersten Blick ohne ihre bedeutenden Söhne keine Erwähnung finden würden. Bei näherem Hinsehen lassen sich jedoch ungewöhnliche Frauen entdecken. Im Gottesdienst wird es konkret um Hanna gehen, die Mutter des Propheten Samuel. Lange hat sie keine Kinder, für damalige Frauen grundlegende Lebensaufgabe. Sie fühlt sich wertlos, von der Nebenfrau wird sie gedemütigt, die freundlichen Worte ihres Mannes vermögen nicht wirklich zu trösten. Nur selten führt ein biblischer Text so nahe an die Gefühle und Gedanken einer Frau heran wie der über Hanna. Die Themen sind dabei auch heute von großer Aktualität: Sprachlosigkeit, Benachteiligung, Leben mit unerfüllten Wünschen. Doch Hanna bleibt nicht in ihrem Leid. Wie das aussieht und was der Text heute sagt, darum geht es im Gottesdienst.
Im Anschluss sind alle Gottesdienstbesuchenden zu einem Empfang mit einem kleinen Imbiss eingeladen.
Auch in anderen evangelischen Kirchengemeinden werden Mirjamsgottesdienste gefeiert:
Der Mirjamsonntag wurde 1999 durch einen Kirchenleitungsbeschluss der Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) im liturgischen Kalender verankert. Er wird jährlich gefeiert und soll an die Ziele der ökumenischen Dekade "Kirchen in Solidarität mit den Frauen" erinnern. Dazu gehört, Frauen zu befähigen, unterdrückende Strukturen in der Gesellschaft weltweit, in ihrem Land und in ihrer Kirche in Frage zu stellen und ihre Vorstellungen und Aktionen in die Bemühungen um Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzubringen. Ausgehend von biblischen Texten und Frauengestalten werden diese Ziele in den Gottesdiensten immer wieder neu beleuchtet und mit den Gegenwartserfahrungen in Verbindung gebracht.