Ehrenamtliche aktiv für Kinderschutz - Diskussion auch um Führungszeugnis, Ehrenkodex oder Selbstauskunft

"In unserem Ehrenamt sind wir Kinderfreunde, deshalb wollen wir heute darüber sprechen, wie man erkennen kann, dass ein Kind vielleicht Hilfe braucht, und was man dann konkret tun kann." So führte Rainer Tyrakowski-Freese, Leiter des Diakonischen Werks Kirchenkreis Moers, am 9. Oktober im Gemeindezentrum Hülsdonk in das Thema des Abends ein: Ehrenamtliche aktiv für Kinderschutz. Eingeladen hatte der Runde Tisch Ehrenamt Moers die freiwillig Tätigen in Moers und Umgebung. Viele Ehrenamtliche arbeiteten mit Familien, Kindern oder Jugendlichen, etwa in Verbänden, Vereinen, besonders in den Bereichen Sport und Kultur. "Es muss Wert im Alltag werden, dass sich jeder Erwachsene mit verantwortlich fühlt für Kinder, denen er begegnet und die Hilfe brauchen", erklärte der Diakonieleiter.

Schritte mit Hilfe des Jugendamtes

Olaf Pütz vom Jugendamt der Stadt Moers beschrieb, wie man erkennt, dass Kinder Hilfe benötigen und erklärte, welche Schritte mit Hilfe des Jugendamtes dann möglich seien.

Führungszeugnis, Ehrenkodex, Selbstauskunft

In der Diskussion sprachen sich die Teilnehmenden auch dafür aus, dass Ehrenamtliche verpflichtet sein sollen, ein Führungszeugnis bei dem Träger ihres Einsatzes vorzulegen. Ferdinand Essler vom Stadtsportverband und Evi Mahnke von der AWO stellten aber auch andere Möglichkeiten dar, z. B. einen Ehrenkodex zum Schutz von Kindern, den Trainer unterzeichnen. Diese Möglichkeit schlägt der Stadtsportverband vor. Bei der AWO sind Formulare in Form einer Selbstauskunft in Gebrauch. Hier erklären Ehrenamtliche freiwillig, dass sie nicht strafrechtlich auffällig geworden sind.

Sie als Ehrenamtliche und wir als Jugendamt

Mitveranstalter Michael, Rüddel, Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Moers brachte die Diskussion auf den Punkt: „Gemeinsam liegt uns das Wohl der Kinder am Herzen, und gemeinsam können wir dafür etwas tun, Sie als Ehrenamtliche und wir als Jugendamt.“

Links und Tipps:

(Pressefererat | 2009-10-21)Diese Nachricht drucken