
Am Sonntag, 30. Mai wird der 32-Jährige um 15 Uhr in der Dorfkirche Moers-Repelen, An der Linde, im Gottesdienst mit Pfarrer Heinz-Jürgen Wagener und Superintendent Ferdinand Isigkeit ordiniert.
Geboren ist Becker in Essen. In den christlichen Glauben ist er quasi durch das evangelische Elternhaus hineingewachsen, den Kindergottesdienst und den Konfirmandenunterricht. Bei der katholischen Pfadfinderarbeit hat er die Ökumene schätzen gelernt. Erfahrungen als Kindergottesdiensthelfer und in der evangelischen Jugendarbeit haben ihn in seinem Berufswunsch, Pfarrer zu werden, bestärkt. Umgesetzt hat er seinen Plan mit dem Theologiestudium in Bochum, Marburg, Bonn und Wuppertal. Sein Vikariat hat ihn im Oktober 2007 nach Repelen geführt. Dort fühlt er sich wohl. „Wenn meine Verwandten fragen, wann ich wieder nach Hause komme, sage ich ihnen, dass ich hier zuhause bin.“ Das ist kein Zufall, denn da ihm Menschen am wichtigsten sind, besucht er sie und kennt viele.
Seine Gottesdienste gewinnen durch die vielen Begegnungen mit den Menschen, denn sie prägen seine Predigten. Dass Jesus auferstanden ist zu vermitteln, ist ihm wichtig. Und das wird auch in der Gemeinde deutlich wahrgenommen. In vielen seiner Gespräche, aber auch durch scheinbar äußerliche Zeichen: Er hat die Osternacht in der ev. Kirchengemeinde Repelen eingeführt, zu Kranken nimmt er Osterkerzen mit etc. Denn Ostern ist das Fest, an dem die Auferstehung Jesu gefeiert wird.
In seiner Gemeindearbeit sind Seelsorge, Krankenhausseelsorge, Konfiunterricht, Frauenhilfe und Gottesdienst seine Schwerpunkte. „Die Arbeit mit Jugendlichen ist klasse“, führt der junge Geistliche aus. Und die Frauenhilfe - ohne sie liefe gar nichts“, lobt er die selbstlosen Frauen, die vom Kaffeekochen bei Veranstaltungen bis zum Handarbeiten für den guten Zweck alles tun. „Als ich für die Osternacht Hefezöpfe benötigte, haben sie mir spontan 20 Stück gebacken.“
Mitte Juni geht seine Zeit in Repelen zu Ende. Wie es weitergeht, weiß er noch nicht. Vielleicht geht er in den Schuldienst, vielleicht wird er sich aber auch eine neue Heimat als Pfarrer suchen.