
Schöne Geste - und ziemlich ungewöhnlich: Die Jugendlichen der Evangelischen Kirchengemeinde Essenberg-Hochheide haben mitten im heißesten Sommer, am 12. Juli 2010, St. Martin auf seinem Ross, mit einem Schwert und einem Mantel durch Hochheide reiten lassen. Dunkel war es zwar nicht, als sich der Zug mit den Lampions in Bewegung setzte, aber schön anzusehen allemal. Und anzuhören noch viel mehr: „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Dort oben leuchten die Sterne und unten da leuchten wir.“ In der Tat schauten die Menschen von den Bürgersteigen und dem Einkaufszentrum, als der Corso, eskortiert von der Polizei, von der Hanielstraße durch die Kirchstraße bis zur Evangelischen Kirche zog. Zuvor bereits hatte St. Martin seinen Mantel mit einem Bettler geteilt, der wohl nicht so richtig frierend an diesem heißen Tag am Feuer saß.
Hintergrund ist, dass zurzeit eine Reisegruppe im Rahmen der Jugendbegegnung der Evangelischen Kirchengemeinde Essenberg-Hochheide mit Uzda, Weißrussland, am Niederrhein ist. Die Gemeindejugend wollte ihnen einen schönen Brauch zeigen. Die Wahl fiel auf St. Martin. Mit der Aktion revanchieren sie sich für eine besondere Freude, die die weißrussischen Jugendlichen im vergangenen Jahr für die deutschen Gäste vorbereitet hatten. Da verlegten sie kurzerhand ein typisches Fest, damit es die Niederrheiner auch noch erleben konnten, die zum eigentlichen Termin nicht dort sein konnten. Links und Tipps: