Ferdinand Isigkeit zum neuen Superintendent gewählt

Pfarrer Ferdinand Isigkeit ist neuer Superintendent des Kirchenkreises Moers. Die 129 Delegierten der 29 evangelischen Kirchengemeinden am Niederrhein (von Alpen, Rheinberg, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Moers und Duisburg-West) haben sich auf der Synode in Friemersheim im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit für den Hochheider Pfarrer ausgesprochen. "Ich habe im Kirchenkreis Moers tiefe Wurzeln. Deshalb lasse ich mich in die Pflicht nehmen und kandidiere für das Amt eines Superintendenten, um Verantwortung für den Kirchenkreis zu übernehmen", erklärte Isigkeit seine Kandidatur.

Über Gemeindegrenzen hinweg

Isigkeit (JG 55) in Rheinkamp geboren, lebt und wirkt seit 1985 als Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Hochheide. Über die Gemeindegrenzen hinaus hat er sich in einer Reihe von diakonischen Projekten wie als Vorsitzender der Diakonie Duisburg-West, als Gründungsmitglied des Beschäftigungsprojektes Tu Was - Neue Arbeit Niederrhein, im Aufsichtsrat der Grafschafter Diakonie und als Mitglied des Kreissynodalvorstandes engagiert.

Einführung am 21. September

Der neue Superintendent ist für für die Amtsperiode bis zum November 2008 gewählt. Offizieller Einführungstermin ist der 21. September.
Die Neuwahl des Vorsitzenden des Kreissynodalvorstandes ist nötig geworden, nachdem der bisherige Amtsinhaber Pfarrer Dr. Jürgen Thiesbonenkamp im Mai die Aufgaben des Direktors der Kindernothilfe in Duisburg übernommen hat.

Torsten Maes stellvertretender Skriba

Als stellvertrendenter Skriba rückte mit großer Mehrheit der zweite Kandidat, Torsten Maes, in den Kreissynodalvorstand. Maes (JG 64) ist seit 1998 Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Moers-Asberg. Er gehört zum Arbeitskreis 'Christen und Muslime' im Kirchenkreis Moers und ist verantwortlicher Organisator des Pfarrkonventes Moers.

Sektenbeauftragter und Antrag zum Geteiten Amt

Zum Sektenbeauftragten wählte die Synode Eberhard Höhmann. Höhmann ist Pfarrer in der Kirchengemeinde Homberg. Außerdem stimmten die Synodalen mehrheitlich für einen Antrag der Christuskirchengemeinde Rheinhausen zum Geteilten Amt. Darin wird die Landessynode gebeten, "die positiven Erfahrungen aus dem Modell 'Geteiltes Amt' aufzugreifen und eine rechtliche Form zu entwickeln, die das 'Geteilte Amt' nach Abschluss der Modellphase allen geeigneten Gemeinden zugänglich macht."
Das geteilte Amt ermöglicht, qualifizierte MitarbeiterInnen, z. B. ErzieherInnen, DiakonInnen, PsychologInnen auch mit Aufgaben zu betrauen, die normalerweise allein von PfarrerInnen ausgeübt werden und so zu größerer Kompetenzvielfalt zu gelangen. Die Christuskirchengemeinde erprobt das Modell bereits seit fünf Jahren. Vier MitarbeiterInnen teilen sich den Dienst, zwei Pfarrer in der Gemeindearbeit, eine Pfarrerin in der Krankenhausseelsorge und eine Diakonin.

Kollekte für Kinder im Irak

820 Euro und 10 Cent sammelten die BesucherInnen des Gottesdienstes zu Beginn der Synode. Das Geld ist bestimmt für die Kinder in der irakischen Region Makhmur. Die Kinder sind nur mangelhaft ernährt, medizinisch unterversorgt und leiden unter den Folgen des Krieges, berichtete Kindernothilfedirektor Dr. Jürgen Thiesbonenkamp.

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(Pressereferat | 2003-07-11)Diese Nachricht drucken