Bye bye, Freiwilligenzentrale, Willkommen Freiwilligenzentrale

Drei Jahre waren die MitarbeiterInnen in der Wilhelm-Schroeder-Str. 18 AnsprechpartnerInnen für Freiwillige, die fernab von Alltagstrott und Job ihrem Leben einen weiteren Reiz oder Sinn geben wollten, jetzt mussten sie die Freiwilligenzentrale schließen. Lediglich ein Notbetrieb kann noch bis Ende des Jahres laufen. Grund: Das Land NRW hat die Finanzierung des Modellprojekts beendet und auch der Kreis Wesel ist ausgestiegen. Von dem ursprünglichen Jahresbudget bleibt zuwenig übrig, um wie bisher 2,5 Arbeitsstellen zu bezahlen.

Notlösung bis Ende 2003

Als Notlösung wird die Freiwilligenzentrale bis Ende des Jahres nur einmal wöchentlich geöffnet sein. Für das kommende Jahr hofft das Diakonische Werk Kirchenkreis Moers auf Klärung bei weiter notwendigen Geldgebern, z. B. der Stadt Moers.

Neues Konzept ab 2004 geplant

Vorausgesetzt, es kommt genügend Geld zusammen, soll ab 2004 die Freiwilligenzentrale mit einer halbtagsbeschäftigten Mitarbeiterin weitergeführt werden, die - in eingeschränktem Umfang - weiterhin alle Aufgaben der Freiwilligenzentrale erfüllen soll. Schon jetzt ist die Freiwilligenzentrale umgezogen, um Geld zu sparen: in das Haus der Diakonie, Rheinberger Straße 17 in Moers.

Aufgaben und zeitlicher Rahmen klar umrissen

Interessierte können bei der Freiwilligenzentrale erfahren, welche Unterstützung Organisationen suchen und sich beraten lassen, was für sie in Frage kommt. Die Aufgaben und den zeitlichen Rahmen ihres Engagements klären sie im Gespräch. Gemeinnützige Verbände, Vereine und Institutionen, die sich im sozialen, kulturellen, sportlichen, religiösen oder ökologischen Bereich verpflichten, können der Freiwilligenzentrale melden, wo sie UnterstützerInnen benötigen.

Berufstätige und SchülerInnern suchen sinnvolle Tätigkeit nebenher

In den letzten Jahren waren es zu gut der Hälfte Berufstätige und SchülerInnen, die über die Freiwilligenzentrale ehrenamtlich arbeiten wollten. Deutlich mehr Frauen als Männer möchten sich engagieren. Fast 80 Prozent der BesucherInnen lebt in Moers. Mehr als zwei Drittel aller Vermittelten hatten sich zuvor noch nicht ehrenamtlich engagiert, sondern sind erst mit der Freiwilligenzentrale zum Ehrenamt gekommen - wohl ein deutlicher Hinweis darauf, dass eine solche Institution nötig ist.



Zum Thema:

Freiwilligenzentrale



(Pressereferat | 2003-08-28)Diese Nachricht drucken