Von Kinderoratorium bis Silvesterblick von der Stadtkirche - der neue Kirchenkulturkalender

Happy Birthday: Der ökumenische Kirchenkulturkalender ist fünf Jahre geworden – und doch jung geblieben. Das liegt nicht nur an seinem prägnanten Outfit mit dem unverwechselbaren Farbbalken, diesmal in dunkelblau. Es liegt vielmehr an der Phantasie und der Vielfalt der Veranstaltungen, die Gemeinden und kirchliche Einrichtungen in den kommenden Monaten meist ganz zeitgemäß ausrichten:

Von Barock bis Modern - das Adventsprogramm

Peppig, modern und weihnachtlich geht es zu mit dem X-mas-Choir, der mit Blasinstrumenten, Gitarre, Bass, Keyboard und Schlagzeug Musik quer durch die Epochen spielt. Nicht nur Kinder wird das Weihnachtspuzzle am 20. Dezember interessieren. Was das ist, verrät der Kirchenkulturkalender. Und da ohne große festliche Barockmusik Weihnachten undenkbar ist, erklingen Telemann, Bach und Händel in verschiedenen Kirchen. Mit Advent und Weihnachten verknüpft sind auch Weihnachtsmärkte, Adventssingen, Turmblasen und festliche Konzerte. Am zweiten Weihnachtsfeiertag kann Mozarts "Missa solemnis in c" gehört werden.

Silvester auf dem Kirchturm

Erprobt ist Axel Berchems Silvester-Orgelkonzert in der Stadtkirche. Anschließend führt er Besucher auf den Kirchturm. Achtung: Früh anmelden, denn Platz auf dem Turm ist nur für 25 Personen. Das neue Jahr beginnt mit Neujahrskonzerten aber auch mit großer interkultureller Neugier: Flamenco-Tanz, spanische und lateinamerikanische Musik und eine musikalische Reise öffnen die Welt kulturell. Unabhängig von Weihnachten und Neujahr verzeichnet das Viermonatsprogramm viele weitere große und kleinere Werke: Wer wissen möchte, wie das Evangelium entstanden ist, erfährt es im Kinderoratorium am 16. November in Meerbeck, Haydns Schöpfung steht am ersten Advent in Rheinhausen auf dem Programm, Werke der Spätromantik und Moderne von Max Reger bis Olivier Messiaen am Ewigkeitssonntag in der Moerser Stadtkirche.

Beschäftigung mit Verfolgung und Unterdrückung

Schließlich benennt der Veranstaltungskalender auch Vorträge und einen Film. Der Psychotherapeut Yitzchak Zieman kommt in das Heinz-Kremers-Haus und diskutiert Wege aus deutscher Scham zur Verantwortung. Zieman, Holocaust-Überlebender, geht es in seinem Vortrag mit Diskussion um Verständigung. Texte von Jochen Klepper lesen und singen die Besucher und der Chor in "Die Nacht ist vergedrungen..." am 14. Dezember. Klepper, von den Nationalsozialisten wegen seiner jüdischen Frau verfolgt, wählte 1942 mit seiner Familie den Tod. Eine Einladung ergeht von Frauen an Frauen: Der Film "Die Farbe Lila" erzählt die Geschichte der schwarzen Celie, die gegen ihre Unterdrückung kämpft.

Kalender liegt aus

Fast 80 Kulturereignisse für die Monate November bis Februar meldet das neue Veranstaltungsheftchen, das ab sofort in Stadtbüchereien, Geldinstituten, Kirchen und öffentlichen Gebäuden ausliegt. Die meisten Veranstaltungen sind kostenlos, gleichwohl freuen sich die Veranstalter über Spenden am Ausgang. Im Veranstaltungskalender wird bekannt gegeben, falls sich Programme ändern, Konzerte ausfallen oder Veranstaltungen hinzukommen.

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(Pressereferat | 2003-10-30)Diese Nachricht drucken